Armaflor™ Vegetationsfaschinen

Äste, Zweige und Ruten sind drei Begriffe, die als Ausgangsmaterial mit der Herstellung von Vegetationsfaschinen in Verbindung gebracht werden. Um den heutigen Stand der Technik besser darstellen zu können, muss zunächst eine Beschreibung der typischen Produkte und Bausysteme, welche als Ausgangsmaterial aus Astwerk und Zweigen bestehen, beschrieben werden.
Es erfolgt nachfolgend auch eine kurze Beschreibung des „Umfeldes“, um die Bautechnik mit
Vegetationsfaschinen als integriertes System des Erosionsschutzes und der Böschungsstabilisierung in der terrestrischen und wasserbaulichen Anwendung darzustellen.


Einleitung:
Zum Schutz gegen Erosion und Rutschungen an Abtragsböschungen sowie geschüttete und natürliche Böschungen werden seit Jahrhunderten Astwerk und Zweige verwendet. Gem. der DIN 18918 (nachfolgend nur DIN genannt)
müssen diese Äste mindestens 1m lang und verzweigt sein.
Diese Bauweisen und -techniken haben sich über einen längeren Zeitraum anwendungstechnisch verfeinert und verändert.
Häufig genannte Bauweisen und -systeme die in verschiedenen Schriften rund um die Ingenieurbiologie, dem naturnahen Erd- und Wasserbau beschrieben werden, sind:

NEU: Voraussetzung für einen erfolgreichen Erosionsschutz sind oft Saatmatten, bestehend aus zwei Lagen mit dazwischen fixiertem Saatgut. Saatmatte - BESTEX® auf Basis der BesTex® Erosionsschutzmatten

Diese Produkte/Baustoffe und Bauweisen dienen der Böschungsfußsicherung, bzw. dem flächigen Erosionsschutz z.B. gegen Angriffe des fließenden und wellenschlagenden Wassers.
Weiterhin soll die Etablierung von eingebrachter Vegetation unterstützt werden, offene Böden ohne Vegetation geschützt und z.B. gewaltige Erosionen nach Gewitterregen verhindern werden.
Der Erfolg der Schutzmaßnahme hängt häufig vom sofortigem Einbau nach Beendigung der Erdbauarbeiten ab.
Nur so kann eine Schutzwirkung bis zum wirksam werden einer eingebrachten Vegetation übernommen werden.

Alle o.e. Systeme und Bauweisen verbindet die Verwendung von Ästen & Zweigen. Diese können aus nicht mehr austriebsfähigem Material (sog. Totholz) oder aus austriebsfähigem Material (sog. Lebendholz, häufig Weiden/Salix-Spezien) sein. Ergänzend oder alternativ können ggf. sog. Steckhölzer gem DIN aus ein- oder mehrjährige Triebe mit 1-5cm Durchmesser und einer Länge von 25-40 cm ( in Ausnahmefällen auch bis 80 cm Länge ) verwendet werden.

Praktische Umsetzung:
Nun kommen wir zur praktischen Umsetzung der bisher beschriebenen Produkte und deren entsprechende Handhabung.
Die praktische Umsetzung der technischen Vorgaben und der entsprechenden DIN-Vorschriften ist häufig anders als die theoretischen Vorgaben. Die DIN 18918 basiert im Grundsatz auf technischen Vorgaben aus dem Jahr 1973 und früher. Die Änderungen der letzten 3 Jahrzehnte sind primär Verweise auf andere Regelwerke.
Neben der sehr knappen Begriffserklärung werden häufig sehr allgemeine Vorgaben gemacht:
z.B. werden lebende Vegetationsfaschinen nur mit einem Mindestdurchmesser von 15 cm und einer Länge von mindestens 4 m festgelegt. Diese sind im „Regelfall“ alle 50 cm mit „dickem“ Draht zusammengebunden....
Wie man hieran erkennen kann, ist diese Vorgabe recht pauschal und nicht sehr hilfreich bzw. durch praktische Erfahrungen überholt.
Es hat faktisch keine Weiterentwicklung vieler Spezifikations- und Leistungsverzeichnistexte gegeben. Häufig werden Texte, die mehrere Jahrzehnte alt sind, verwendet. Der „ Kopiereffekt“ von LV-Texten führt zu einer Vervielfältigung falscher oder veralteter und unvollständiger Texte.
Die Produktion von Vegetationsfaschinen beschränkt sich häufig auf das Zusammenbinden von Ästen, ohne die vorgenannten Qualitäts- und Selektionsmerkmale.
Im Juli werden Vegetationsfaschinen aus „lebendem“ Material eingebaut, die Enden sind kleiner als der herzustellende Durchmesser usw..
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde verstärkt mit diesen Techniken und Systemen gearbeitet. Es gab wenige oder keine Alternativen, die Bautätigkeiten waren regional begrenzter und der Siedlungsdruck war deutlich geringer.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Notwendigkeit von verbesserten und haltbareren Methoden und Techniken erkannt, jedoch hauptsächlich mit „harten“ Lösungen (Beton, Stahl, Asphalt usw.) gearbeitet.
Eine gewisse Wende brachten die siebziger und achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, da man sich wieder verstärkt der alten Bauweisen und Systeme erinnerte. Dazu trugen auch die ersten Informationen und Erfahrungen bei, die man bzgl. der „harten“ Systeme machte und deren Schwächen man allmählich erkannte.
Die Ingenieurbiologie wurde jedoch teilweise nur als Fortführung der alten Bautechniken verstanden.
Die bisherigen Darstellungen zeigen auf, dass eine Weiterentwicklung der bisherigen Technologien, Produkte und Systeme erforderlich ist.
Die Einheitlichkeit, kontinuierliche Verfügbarkeit, gleich bleibende Qualitäten und einfache Handhabung der Materialien bei Transport & Einbau sind wichtige Zielsetzungen der Weiterentwicklungen unseres Unternehmens. Maximale Standzeiten, trotz biologischem Abbau, Umweltverträglichkeit und die Schaffung optimaler Etablierungsmöglichkeiten von Vegetation gerade im aquatischen Bereich sind weitere Ziele an die Produkteigenschaften der ARMAFLOR ® Produkte.

Historische Betrachtung
Zunächst eine historische Betrachtung der o.e. Systeme:

Buschlagen:
Es handelt sich um eine Bewehrung im Boden , somit handelt sich nicht um eine Matte, die der
Oberflächenbewehrung dient. Die DIN gibt eine Mindestlänge von 1,60m vor.
Buschlagen dienen zur Festlegung und Beruhigung steiler Böschungen mit der Gefahr von Bodenrutschungen . Es werden Terrassen gegraben, Zweige (vorrangig lebendes Material) ca.15 cm stark eingelegt und dann wieder übererdet. Aus Gründen des Arbeitsablaufes und der Standfestigkeit erfolgt der Bau in Terrassenform und auf weichen Böden. Für felsige Untergründe ist diese Bauart nicht geeignet.

Spreitlage:
Ist die Weiterentwicklung der Buschlage für den Wasserbau, hierbei werden die auf die Böschung aufgelegten Äste und Zweige mittels Pflöcken und Draht befestigt.

Vegetationsfaschinen:
Für den Böschungsfuß aber auch auf (in) der Böschung (um die oberen Bodenschichten zu halten ) wurde als
stabilere Variante die Faschine entwickelt. Es handelt sich um ein walzenförmiges Gebilde, welches auf
so genannten Vegetationsfaschinenböcken hergestellt wird.
Hierzu werden lange Zweige & Äste von max. 5 cm Durchmesser zusammengelegt und dann alle ca. 30-40 cm mittels einer Spannvorrichtung zusammengepresst und mit Draht abgebunden. Hierbei ist auf die Gleichmäßigkeit des Durchmessers zu achten. Weiterhin müssen die dünnen Äste die Außenhülle und das stärkere Geäst den Kern bilden. Der Anteil verschiedener Astdurchmesser muss gleich sein. Zweigreiches Astwerk ist erforderlich, um die vorgenannten Bedingungen zu erfüllen. Daher eignen sich hauptsächlich Zweige und Äste aus Laubholzjungbeständen und dem ersten Durchforsten (der sog. Läuterung).
Die Äste müssen länger und gerader als bei Buschlagen/Spreitlagen sein. Alle Maßnahmen haben das Ziel, einen möglichst stabilen Baukörper zu erhalten. Zweigarme und -lose Stämme sind unbrauchbar.
Die beiden Enden werden dann gekappt, um einen gleichmäßigen Durchmesser zu gewährleisten. Daher sind die Vegetationsfaschinen in ca. 5-6 m Länge zu produzieren um entsprechend auf eine endgültige Länge von 4 m einkürzen zu können.
Die Produktion wird in älteren Beschreibungen und der DIN baustellennah empfohlen. Die Befestigung erfolgt mittels Pfählen, Stahlstäben oder Steckhölzern. Die Vegetationsfaschinen werden eingegraben oder ein eine vorbereitete Mulde gelegt. Ebenfalls können auf der Böschung Felder oder Zellen gebildet werden, die mit Boden verfüllt werden.

 
     
Einbauschema  
HFT 20
     
 
     
     
   
     

 

Flechtzaun:
Hierbei werden zunächst parallel und/oder diagonal Pfähle gesetzt .Um diese Pfähle werden lange Ruten geflochten. Hierbei werden ca. 3-7 Stück übereinander gelegt ,um eine Höhe von ca. 25-20cm zu erhalten.
Die Anwendung beschränkt sich auf die Oberfläche, man hat also kaum Tiefenwirkung. Genau wie bei den Vegetationsfaschinen,werden die geschaffenen Zellen mit Boden verfüllt.

 
     
   
Flechtwerk

Flechtlahnung:
Wie zuvor beschrieben, jedoch parallel angeordnet im Abstand von ca. 20-30 cm und dann verfüllt mit Boden. Vorrangiger Einsatz im Wasserbau/Küstenschutz, z.B. als Sedimentfang zur Landgewinnung. Ebenso bei starken Kolkungen die bis zu 1,50 m tief sein können. Als Pfähle werden sog. Setzstangen verwendet. Falls mit lebendem Material gearbeitet wird, müssen die Rutenenden aus dem Wasser ragen, um den Austrieb zu ermöglichen.

Röhrichtwalzen:
Da die dargestellten Bauweisen und -systeme kaum begrünbar sind bzw. der Austriebserfolg in Relation zu dem großen Material-und Zeiteinsatz begrenzt ist, wurden insbesondere im Böschungsfußbereich, also dem Bereich mit den oftmals größten Belastungen, die Sicherungssysteme weiterentwickelt.
Die Röhrichtwalze im ursprünglichen Sinn wird mittels Draht (verzinkt oder kunststoffummantelt) vor Ort durch Einbringung von Schotter (2/3 des Durchmessers) sowie Boden und Pflanzballen hergestellt und vernäht. Die Vegetation ist hierbei empfindlich gegen Strömung und Wellenschlag (Sog und Schwall).

Schotterwalze:
Bei stärkeren hydraulischen Belastungen, an denen der Einsatz der Röhrichtwalze nicht möglich ist, wird die Walze vor Ort nur noch mit Schotter gefüllt. Eine Einbringung von Vegetation ist hier kaum möglich.

Rauhwalze:
Wie die Schotterwalze jedoch zusätzliches Einbringen von Zweigen & Ästen, die von Außen in die Schotterwalze eingesteckt werden. Die Äste werden so positioniert wie an einem Stamm. Die Einbringung von Vegetation ist ebenfalls nicht möglich.

Nachteile und Einschränkungen
Soweit zur Betrachtung dieser historisch „gewachsenen“ Systeme und Bauweisen. Diese haben jedoch verschiedene Nachteile und Einschränkungen, die nachfolgend beschrieben werden.

Verfügbarkeit Vormaterialien:
Um die bereits dargelegten Qualitätskriterien an das Ast- und Zweigwerk zu erfüllen, muss eine genaue Selektion erfolgen. Diese ist zeitaufwändig und schränkt die Verfügbarkeit geeigneten Vormaterials stark ein. Die Gefahr, dass „nur Zweige gesammelt und gebunden werden ....“ ist groß. Somit sind wichtige Qualitätsvorgaben die die Standzeit und Stabilität beeinflussen, bei der Produktion schwer einzuhalten und zu kontrollieren. Weiterhin ist die Vorgabe einer „Produktion vor Ort“ schwer einzuhalten und wirtschaftlich kaum darstellbar.

Jahreszeit:
Bei lebenden (d.h. austriebsfähigen) Materialien ist man auf das 4. & 1. Quartal eines Jahres gebunden, um die Austriebsfähigkeit zu gewährleisten. Entsprechendes gilt für die Einbauzeit.

Einhaltung der Qualitätsvorgaben:
Wie bereits in der vorgenannten Punkten dargestellt, sind die Vorgaben an Material und Ausführung, insbesondere bzgl. Gleichmäßigkeit, schwer einzuhalten. Da es sich um lohnintensive Produktionsvorgänge handelt wird das Vormaterial bzw. das Endprodukt häufig in Gebieten geerntet (und gefertigt), in denen die technischen Vorgaben nicht den deutschen Vorgaben entsprechen bzw. diese Vorgaben gar nicht bekannt sind.

Eignung zur Etablierung von Vegetation:
Baukörper aus Astwerk, insbesondere Vegetationsfaschinen, sind häufig nicht zur Bepflanzung geeignet. Dies gilt besonders im Wasserbau bzgl. des relativ schnellen biologischen Abbaus des Astwerks. Bei einem Verbau mit lebenden Materialien ist des Verhältnis von eingebrachtem Material zu etablierten Pflanzen sehr hoch und in einem großen Missverhältnis. Bei Gewässern 2. Ordnung und kleiner, gibt es später eventuell Probleme bei einer Mahd und den Wartungsarbeiten.

Fachkenntnisse des Personals:
Die Produktion und insbesondere der Einbau bzw. die Herstellung vor Ort bedürfen einer gewissen Erfahrung, die häufig fehlt. Somit ist die Gefahr von Produktions- und Ausführungsfehlern groß.

Lohnkosten:
Die Fertigung vor Ort und der Einbau bzw. die Herstellung vor Ort (z.B. beim Flechtwerk) ist zeitaufwändig und somit sehr lohnintensiv, auch wenn die Rohstoff-/Materialkosten auf den ersten Blick niedrig erscheinen.

Baufortschritt:
Insbesondere bei der Fertigstellung und Produktion vor Ort (Buschlagen, Flechtwerk etc.) sind entsprechende Fertigungszeiten zu beachten. Umgehender Erosionsschutz je nach Bauabschnitt, ist teilweise nicht möglich, da eine durchgehende Herstellung, auch bzgl. der Rüstkosten , erforderlich ist um wirtschaftlich produzieren zu können.

Größe der Bauvorhaben:
Gerade kleinere Reparaturen oder Bauvorhaben machen die Herstellung unwirtschaftlich, da viele der dargestellten Produkte und Systeme auftrags- bzw. projektgebunden hergestellt werden.

Kombination mit anderen Systemen & Techniken:
Die Kombination mit Pflanzen oder flexiblen Produkten( z.B. Erosionsschutzmatten) ist teilweise stark eingeschränkt oder nicht möglich.

Haltbarkeit und Pflegeaufwand:
Gerade bei der Verwendung von totem Ast- und Zweigwerk ist der biologische Abbau sehr schnell. Daher sind entsprechend kurze Intervalle für Reparatur- und Ersatzmaßnahmen erforderlich. Gerade in der heutigen Zeit, in der Personal- und Budgetkürzungen die Regel sind, werden diese Maßnahmen verschoben und somit die Schäden noch größer.

Lebensdauer:
Durch die bereits erwähnte biologische Abbauzeit bei so genanntem „toten“ Material, insbesondere im Wasserwechselbereich, sind die so genannten Standzeiten des Ast-und Zweigwerks häufig unbefriedigend.
Bei Einbau von „lebenden“(austriebsfähigen) Ast- und Zweigwerk im Wasserbau können aufwendigere Mahd- und Pflegegänge die Folge sein. Das führt dazu, dass die wieder etablierten Gehölze entfernt werden, um effektiv, schnell und Maschinen schonend die Pflegegänge zu ermöglichen.

Praktische Umsetzung:
Nun kommen wir zur praktischen Umsetzung der bisher beschriebenen Produkte und deren entsprechende Handhabung.
Die praktische Umsetzung der technischen Vorgaben und der entsprechenden DIN-Vorschriften ist häufig anders als die theoretischen Vorgaben. Die DIN 18918 basiert im Grundsatz auf technischen Vorgaben aus dem Jahr 1973 und früher. Die Änderungen der letzten 3 Jahrzehnte sind primär Verweise auf andere Regelwerke.
Neben der sehr knappen Begriffserklärung werden häufig sehr allgemeine Vorgaben gemacht:
z.B. werden lebende Vegetationsfaschinen nur mit einem Mindestdurchmesser von 15 cm und einer Länge von mindestens 4 m festgelegt. Diese sind im „Regelfall“ alle 50 cm mit „dickem“ Draht zusammengebunden....
Wie man hieran erkennen kann, ist diese Vorgabe recht pauschal und nicht sehr hilfreich bzw. durch praktische Erfahrungen überholt.
Es hat faktisch keine Weiterentwicklung vieler Spezifikations- und Leistungsverzeichnistexte gegeben. Häufig werden Texte, die mehrere Jahrzehnte alt sind, verwendet. Der „ Kopiereffekt“ von LV-Texten führt zu einer Vervielfältigung falscher oder veralteter und unvollständiger Texte.
Die Produktion von Vegetationsfaschinen beschränkt sich häufig auf das Zusammenbinden von Ästen, ohne die vorgenannten Qualitäts- und Selektionsmerkmale.
Im Juli werden Vegetationsfaschinen aus „lebendem“ Material eingebaut, die Enden sind kleiner als der herzustellende Durchmesser usw..
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wurde verstärkt mit diesen Techniken und Systemen gearbeitet. Es gab wenige oder keine Alternativen, die Bautätigkeiten waren regional begrenzter und der Siedlungsdruck war deutlich geringer.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Notwendigkeit von verbesserten und haltbareren Methoden und Techniken erkannt, jedoch hauptsächlich mit „harten“ Lösungen (Beton, Stahl, Asphalt usw.) gearbeitet.
Eine gewisse Wende brachten die siebziger und achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, da man sich wieder verstärkt der alten Bauweisen und Systeme erinnerte. Dazu trugen auch die ersten Informationen und Erfahrungen bei, die man bzgl. der „harten“ Systeme machte und deren Schwächen man allmählich erkannte.
Die Ingenieurbiologie wurde jedoch teilweise nur als Fortführung der alten Bautechniken verstanden.
Die bisherigen Darstellungen zeigen auf, dass eine Weiterentwicklung der bisherigen Technologien, Produkte und Systeme erforderlich ist.
Die Einheitlichkeit, kontinuierliche Verfügbarkeit, gleich bleibende Qualitäten und einfache Handhabung der Materialien bei Transport & Einbau sind wichtige Zielsetzungen der Weiterentwicklungen unseres Unternehmens. Maximale Standzeiten, trotz biologischem Abbau, Umweltverträglichkeit und die Schaffung optimaler Etablierungsmöglichkeiten von Vegetation gerade im aquatischen Bereich sind weitere Ziele an die Produkteigenschaften der ARMAFLOR ® Produkte.

BGS-Produkte
BGS – Bestmann-Green-Systems – hat die Vorteile der alten, traditionellen Produkte und Verfahren erkannt und deren Nachteile (soweit wie möglich) durch entsprechende Problem- und Systemlösungen aufgehoben.
Aus diesen Überlegungen entstanden u.a. die Produktreihen
ARMAFLOR® und BesTex®.
Diese Produktreihen bestehen u.a. aus folgenden Produkten, die in direktem Vergleich als Weiterentwicklung traditioneller Produkte und Anwendungen oder als deren Substitut anzusehen sind:

BesTex ®-Miscanthusmatte
ARMAFLOR ®Saatgewebe
ARMAFLOR ®-Tot-und Lebendholzfaschine
ARMAFLOR ®-BöschungsVegetationsfaschinen
ARMAFLOR ®Kokosfaschine
ARMAFLOR ®Röhrichtwalze
BesTec®-Steinwalze

Die Matten, als sog. Oberflächenbewehrung, sowie Steinwalzen werden in unseren Produktreihen Armaflor®, BesTec® und BesTex® beschrieben.
Zu diesen Produkten, die das Armaflor® -Vegetationsfaschinenprogramm ergänzen, sind in dem BGS Produktkatalog weitere Details erwähnt. Ebenfalls gibt es verschiedene Informationsschriften, die mit weiteren Detailinformationen den Katalog ergänzen.
Die Tot- und LebendholzVegetationsfaschinen werden für historische Bauweisen z.B. im Lahnungsbau u.ä. Bedarfsfällen weiterhin erforderlich und sinnvoll sein.
Viele andere Einsatzfälle sollten jedoch mit modernen, langlebigen und kostensensiblen Produkten gebaut werden.

Armaflor®-TotholzVegetationsfaschinen:
Armaflor®-TotholzVegetationsfaschinen werden im Standard in den Durchmessern 10, 20, 30 und 40 cm produziert. Größere Durchmesser sind auf Anfrage, bei Abnahme entsprechender Mindestmengen, erhältlich. Die Standardlänge beträgt 4 m. Die Vegetationsfaschinen werden gebündelt und ca. alle 30 cm mit einem verzinkten Draht (Standard) oder auf Wunsch mit einer synthetischen Kordel gebunden. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, sind Maßtoleranzen zu berücksichtigen. Für die TotholzVegetationsfaschinen wird primär Nadelholz verwendet. Andere Hölzer, je nach Saison und Verfügbarkeit, können ebenfalls verwendet werden.

HFT 20

Einbau von Totholzfaschinen mit anschließender Begrünung und Übererdung im Anspritzverfahren:

 

Armaflor®-LebendholzVegetationsfaschinen:
Armaflor®-LebendholzVegetationsfaschinen werden im Standard in den Durchmessern 10 und 20 cm produziert. Weitere Durchmesser sind auf Anfrage, unter Einhaltung von Mindestmengen, lieferbar. Die Vegetationsfaschinen werden ca. alle 30 cm mit einem verzinkten Draht (Standard) oder auf Wunsch mit einer synthetischen Kordel gebündelt. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, sind entsprechende Maßtoleranzen zu berücksichtigen. Als Lebendmaterial werden Weiden (Salix-Spezien) verwendet. Mischungen aus Tot- und Lebendhölzern in spezifizierten Prozentsätzen werden auf Grund einer Gewähr für die Austriebsfähigkeit nicht produziert. Es wird hier generell die Totholzvariante in Kombination mit Salix (Weiden)- Steckhölzern empfohlen. Diese Steckhölzer haben (je n. Spezie) einen Durchmesser von 2-5 cm und eine Länge von 50-60 cm. Armaflor®-LebendholzVegetationsfaschinen sind nur im Zeitraum des I.& IV. Quartals verfügbar.
Die Anwendung wird ausschließlich im terrestrischen Verbau empfohlen, wobei die langlebigeren Varianten unter Armaflor® BöschungsVegetationsfaschinen beschrieben werden.
Armaflor® LebendholzVegetationsfaschinen werden nur sehr begrenzt bzgl. Einbau – und Erntemöglichkeit im aquatischen Bereich verwendet. Weiterhin sollte vor Einbau mit den zuständigen Unterhaltungsverbänden über die Etablierung von Weiden eine Abstimmung erfolgen da diese Art der Vegetation häufig auf Ablehnung stößt.
Armaflor®-Tot- und LebendholzVegetationsfaschinen werden als begrenzt flexible, ingenieurbiologische Baukörper eingesetzt und werden als Sicherungselemente in mechanisch geringer belasteten Bereichen verwendet.

Vegetationsfaschinenbock mit 2 m Länge

Armaflor®-BöschungsVegetationsfaschinen:
Da gemäß der bereits dargestellten Probleme bei Beschaffung, Produktion, Qualitätseinhaltung und Lebensdauer eine
Verwendung von Tot- und LebendholzVegetationsfaschinen häufig in der praktischen Ausführung zu Problemen führte, wurde die Armaflor®-Böschungsfaschine entwickelt.
Diese Böschungsfaschine wird in verschiedenen Varianten hergestellt.

Typ BF-200 M, Einbau in Entwässerungsgraben

Armaflor®-Böschungsfaschine Typ BF 100-H:
Als Substitut zu den typischen Flechtzäunen ist die Böschungsfaschine, Typ BF-100-H entwickelt worden. Hierbei wird gemähtes, langhalmiges Heu, in Anlehnung an das Heudruschverfahren® mit ca. 1000 keimfähigen Samen (pro lfd. Meter) in die produzierte Faschine auf natürliche Weise eingebracht.
Bei der Produktion wird diese Art der Vegetationsfaschinen nicht gestopft, sondern die Fasern werden um zwei Führungsseile aus Hanf gedreht und von Außen mit 4 Baumwollfäden eingenetzt.
Hierdurch entsteht ein Vegetationsfaschinenstrang, vergleichbar mit einem Tau von ca. 10-12 cm Durchmesser und einer Länge von 50-100 Metern.
Der Transport erfolgt auf Paletten als aufgerollter Ring.
Die Type BF 100-H wurde als Ersatz zu den so genannten Flechtwerken/Zäunen und Böschungsbändern entwickelt.
Je nach der Böschungshöhe werden am Fuß und der Krone Holzpfähle (Länge 60 cm, Durchmesser 4-6 cm) eingeschlagen und die Böschungsfaschine dann in Kurvenform abwechselnd um den oberen und unteren Pfahl herumgeführt und mittels einer Naturkordel am Pfahl befestigt. Bei Böschungshöhen > 2,00 m werden auf der Böschung weitere Pfähle gesetzt und die Böschungsfaschine im Zick-Zack um die Pfähle geführt und befestigt

 
     
Typ BF100-H   Baumwollfäden als Netz für BF100-H
     
   
     
BF100-H als Ersatz für Flechtzaun    

Durch diese Art des Einbaus erfolgt ebenfalls eine gerichtete Wasserableitung.
Zusätzlich kann ein Einbau parallel zum Böschungsverlauf erfolgen, um so „Fächer“ zu erhalten, die dann mit Oberboden verfüllt werden können. Zur Befestigung werden ebenfalls die bereits beschrieben Pfähle im Abstand von 0,5m gesetzt.
Alternativ kann auf Wunsch auch eine Stroh-Heumischung verwendet werden, wobei die Standzeit der Heu-Variante größer ist. Zusätzlich können in und an die Böschungsfaschine Weidensteckhölzer, Erlen u.ä. eingepflanzt werden.

 
     
BF100-H, nach dem Einbau   BF100-H, ca. 8 Wochen nach dem Einbau

Armaflor ® Böschungsfaschine Typ BF 200-M:
Hierbei handelt es sich um eine gestopfte Faschine, welche mit Miscanthus gigantheus-Häckselgut gefüllt und gestopft wird. Durch die Eigenschaften der gehäckselten Halme werden Standzeiten von über 5 Jahren selbst in der aquatischen Anwendung erreicht.
Das Häckselgut wird von einem PE-Netzschlauch umhüllt, der eine Maschenweite von ca. 10 x 10 mm besitzt. Eine Übererdung mit Ansaat ist problemlos möglich. Zusätzlich können in und an die Böschungsfaschine Weidensteckhölzer, Erlen u.ä. eingepflanzt werden.
Ebenfalls ist eine Vorkultivierung oder Bepflanzung vor Ort (nach Einbau) mit Uferpflanzen, primär aus grabentypischen Bereichen, also z.B. Juncus und Carex-Spezien, möglich.
Die Vegetationsfaschinen werden in 2,20 bzw. 3 m Länge im Standard hergestellt. Andere Längen sind möglich. Der Durchmesser beträgt im Standard 20 cm.
Die Type BF 200-M dient hauptsächlich zum Vegetationsfaschinenverbau an aquatischen Böschungen. Sie dient als Ersatz für LebendholzVegetationsfaschinen (in Verbindung mit Steckhölzern) oder als Ersatz für Röhrichtwalzen (in der historischen „vor Ort“-Bauweise) bzw. vorbepflanzte KokosVegetationsfaschinen im dauerbelasteten, hydraulisch gemäßigten Bereich.
Der klassische Anwendungsfall sind u.a. Entwässerungsgräben (Fußsicherung der Böschungen) in Baugebieten, um eine Etablierung von Vegetation zu ermöglichen und eine Beschädigung des Böschungsfußes während der Etablierungsphase zu vermeiden. Bei stärkeren Belastungen müssen die nachfolgend beschriebenen KokosVegetationsfaschinen bzw. Röhrichtwalzen eingesetzt werden.
Die Befestigung erfolgt an Holzpfählen mit einer Länge von 1,00 m und einem Durchmesser von 6-8 cm. Die Befestigung erfolgt mit einem Tau, ca. 3 mm stark, aus natürlichem oder synthetischem Garn.

 
     
BF200-M   BF200-M, Einbau in einem Entwässerungsgraben
     
 
     
Vorkultivierte Röhrichtwalzen mit Miscanthus-Häcksel, Typ RF200   RF200, Unterseite

Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen (Kokoswalze):
Im anspruchsvollen Bereich des Wasserbaus werden bzgl. Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit sowie Begrünbarkeit KokosVegetationsfaschinen verwendet.
Die KokosVegetationsfaschinen werden im Standard aus Kokosfasern mit einer Faserlänge von durchschnittlich 10-15 cm hergestellt. Die Verdichtung der Fasern in der Netzumhüllung erfolgt mit homogener Pressung. Die Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen bieten folgende Vorteile und erfüllen ihre Funktion als:

Das entscheidende Qualitätskriterium der Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen ist die kompakte und dichte Pressung der Kokosfasern. Nur so ist gewährleistet, dass dieses System auch hohen hydraulischen Belastungen widerstehen kann. Das richtige Verhältnis zwischen Faserlänge, Innendruck und Maschenweite des außen liegenden Netzes bewirken, dass sich Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen auch bei hoher Belastung um nicht mehr als ca. 10 % komprimieren lassen. Wird dieses Kriterium nicht erfüllt, kann der Baukörper hohen Strömungs- und Wellenbelastungen nicht standhalten, d.h. die hydraulisch mechanische Belastungsfähigkeit ist eingeschränkt.
Für die Bepflanzung und Etablierung der Pflanzen ist ebenfalls eine höhere Stopfdichte erforderlich, damit die Pflanzen nicht mechanisch zerrieben oder die Fasern mit den Pflanzen bei höherem Strömungseinfluss herausgezogen werden können. Aus den o.g. Gründen muss daher auf die Qualität und Ausführung der KokosVegetationsfaschinen besonders Augenmerk gerichtet werden. Als Resultat dieser Qualitätskriterien werden die Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen mit einen hohen Laufmeter-Gewicht und einer entsprechend dichten Faserpressung produziert. Diese hohe Faserpressung ermöglicht eine hohe Wasserspeicherung der Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen, was wiederum für das Pflanzenwachstum förderlich ist und ein zusätzliches Kriterium zur Erhöhung der Standsicherheit der Vegetationsfaschinen darstellt.

 
     

Die Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen sind walzenförmige Baukörper, die mit einem Netzschlauch (PP, UV-stabilisiert oder Naturfaser/Kokos) ummantelt sind. Der Netz­schlauch hat eine Maschenweite von ca. 50 mm und ist in der Standardausführung aus PP durch eine hohe Zugfestigkeit gekennzeichnet. Die Netzschläuche aus PP gewährleisten eine maximale Lebensdauer der Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen und sind physiologisch unbedenklich. Die Funktionalität der Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen wird in erster Linie durch ihr hohes Gewicht pro lfdm und die bereits erwähnte dichte Pressung der Fasern bestimmt. Stan­dardmäßig werden Längen von 3 m hergestellt, die eine insbesondere bei Böschungs­arbeiten optimale Handhabung gewährleisten. Andere Längen, z.B. 1, 2, 6, 8 m oder ähnlich können auf Anfrage (Lieferzeiten und Mindestmengen sind zu beachten) auftrags­gebunden gefertigt werden. Der Durchmesser der StandardVegetationsfaschinen mit PP-Netz beträgt 20, 30, 40 oder 50 cm. Andere Durchmesser, z.B. 60, 80 oder 100 cm sind auf Anfrage lieferbar.
Je nach Anforderung im Wasserbau werden die KokosVegetationsfaschinen in der Ausführung LD (low density) oder HD (high density) produziert. Die LD Variante wird für die bepflanzbare Ausführung oder die vorkultivierte Ausführung (Röhrichtwalze) verwendet. Im unbegrünten Bereich bzw. unter Wasser (als untere Lage bei mehrlagigem Einbau) , wird die HD Version verwendet. Durch die extrem harte Stopfdichte ist der biologische Abbau der Kokosfasern noch langsamer und somit Standzeiten > 10 Jahren möglich. Weiterhin sind hydraulische Belastung noch besser tolerierbar.
Die Ausführung mit Naturfasernetz (Kokos) sind, bedingt durch die schwächere Ausführung des Netzes, mit nur ca. 75 % der üblichen Stopfdichte produziert und in den Durch­messern 20, 30 und 40 cm lieferbar. Das Naturfasernetz ist komplett biolo­gisch abbaubar, jedoch bezüglich der Lebensdauer erheblich eingeschränkt (ca. 70-80 % geringer als bei der PP-Standardnetzversion).
Eine weitere Sonderausführung der Kokosfaschine ist der Armaflor®-Ecoblock.
Hierbei handelt es sich um eine quadratische-KokosVegetationsfaschinen, diese Variante wird im Standardmaß 40 x 40 cm produziert, die Standardlänge beträgt 3 m (andere Längen auf Anfrage). Die quadratische Ecoblock-Variante eignet sich insbesondere bei einem mehrlagigen Verbau an sehr steilen Böschungen sowie im Bereich von terrestrischen Böschungen und Baumaßnahmen. Sonderanwendungen wie z.B. für temporäre Beeteinfassungen o.ä. sind ebenfalls möglich. Die technischen Ausführungen und Eigenschaften entsprechen im Übrigen den generellen Eigenschaften der KokosVegetationsfaschinen .
Die KokosVegetationsfaschinen können unbepflanzt ihre Sicherungsfunktion erfüllen. Üblicherweise wird jedoch nach dem Einbau der LD Variante eine Bepflanzung mit Pflanzen der Ufer- und Röhrichtzone oder mit Gehölzen, z.B. Alnus-Spezien (Erlen) oder Salix-Spezien (Weiden) durchgeführt.
Auf Wunsch können so genannte Pflanzlöcher vorgebohrt werden, die die Bepflanzung der KokosVegetationsfaschinen erheblich beschleunigt. Um vorgebohrte Pflanzlöcher bei dem Einbau zu erkennen, ist pro Faschine das erste vorgebohrte Pflanzloch farblich markiert.

Ecoblock VF-Q400

Eine VORBEPFLANZUNG vor Auslieferung (nicht zu verwechseln mit einer Vorkultivierung als Röhrichtwalze) ist ebenfalls möglich. Pflanzdichte und Pflanzschemata sind gem. BGS Standard oder projektgebunden möglich. Die Bepflanzungsdichte ist abhängig von dem Durchmesser, als Standard werden bei dem Durchmesser 20 cm: 8 Stück, 30 cm: 10 Stück, 40 cm: 12 Stück und 50 cm: 20 Stück Armaflor®-Einzelpflanzen Typ MP3 verwendet. Durch die hohe Pressdichte der Vegetationsfaschinen ist eine feste und sichere Verwurzelung der Pflanzen in der KokosVegetationsfaschinen möglich.
Das Naturfasersubstrat Kokos der KokosVegetationsfaschinen baut sich über mehrere Jahre ab, während die Bepflanzung mit zunehmender Biomasse sowie durch ist zunehmende Wurzel- und Rhizommasse nach und nach die Ufersicherung übernimmt. Somit erfüllt die KokosVegetationsfaschinen als Vegetationsträger die Aufgabe der temporären Böschungs- und Ufersicherung mit optimalen Voraussetzungen für die Etablierung der entsprechenden Pflanzen.

 
     
VF300/LD, vorbepflanzt   VF300/LD, vorbepflanzt

Die hauptsächlichen Verwendungsbereiche sind :

Fließgewässer
Hier werden KokosVegetationsfaschinen als ingenieurbiologische Sicherungselemente am Böschungsfuß und im Bereich der Mittelwasserlinie eingesetzt. Der flexible Baukörper passt sich den Unebenheiten der Gewässersohle bzw. der Uferlinie an und verhindert die Erosion und Auskolkung. Als massives Element können
Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen gleichzeitig den Böschungsdruck aufnehmen und als Widerlager für den weiteren Aufbau der Böschung dienen. Die hohe Pressdichte der Fasern (LD Variante) bietet der Bepflanzung auch während des biologischen Abbaus noch genügend Halt, um sich zu entwickeln und auszubreiten. Bei einem mehrlagigen Einbau werden für die unteren Lagen Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen (HD Variante ) oder bei stärkeren Belastungen als BesTec®-Steinwalzen verwendet und nur die obere, zu begrünende Lage als Kokosfaschine (LD) vorgesehen.
Bezüglich der BesTec®- Steinwalze sind weitere Informationen in unserem Katalog bzw. der Informationsschrift Nr.44 erhältlich.

 
     
VF300/LD mit unterer Lage STW400   VF300/LD

Stehende Gewässer
Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen bieten in Stillgewässern einen sofortigen Uferschutz, wenn sie unmittelbar an den gefährdeten oder bereits erodierten Uferbereichen eingebaut werden.

VF300/HD mit Ansaat

Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen übernehmen hier die Funktion, die früher von Bongossi-Flechtzäunen, Palisaden oder anderen "härteren" Bauweisen erfüllt wurden.
Über den Uferschutz hinaus tragen die Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen dazu bei, dass sich (nach Bepflanzung) Röhrichte entwickeln und die ökologisch wichtige Kontaktzone zwischen Land und Wasser für viele Organismen wieder besiedelbar wird. Nach Bepflanzung der Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen mit Röhricht- und Uferpflanzen wird eine nachhaltige Wiederbesiedlung (des Ufers) eingeleitet.
Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen können zusätzlich als vorgelagerter temporärer Wellenbrecher installiert werden (bei langfristigem Einsatz als Wellenbrecher: siehe BesTec®- Steinwalze.
Im Falle der Verwendung als Berme oder Wellenbrecher wird der dahinter liegende Wasserkörper beruhigt und die Wuchsbedingungen für Röhrichte entsprechend verbessert bzw. grundsätzlich geschaffen.
?Innerstädtische Gewässer
An innerstädtischen Gewässern besteht bei der Verwendung von Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen die Möglichkeit, individuell die entsprechenden Örtlichkeiten zu berücksichtigen, z.B.:
· durch Verbiss/Vertritt hemmende Bepflanzung,
· ausschließliche Verwendung blühender Arten im Bereich optisch aufzuwertendet Stellen,
· Einschränkungen durch Publikumsverkehr sowie
· weitere individuell an die örtlichen Bedingungen angepasste Sonderbepflanzung.

VF400/LD, unbepflanzt

Armaflor®-Röhrichtwalze , Typ RöWa
Um den in älteren Fachbüchern beschriebenen Aufwand des „Eigenbaus“ zu vermeiden, wird die bereits beschriebene Kokosfaschine auch vorkultiviert angeboten. Dabei werden die KokosVegetationsfaschinen in der Ausführung LD, d.h. mit bepflanzungsfähiger Stopfdichte, in 2,20 oder 3,00 m Länge in unseren Anzuchtstätten bepflanzt.
Hierfür werden verschiedene Standard-Pflanzschemata (hoch wachsende oder niedrig-wachsende Arten u.v.m.) bzw. individuelle Sonderanzuchten verwendet. Nach der Bepflanzung werden die Vegetationsfaschinen in unseren Anzuchtbecken eingelagert und vorkultiviert, bis eine Verwurzelung mit der Faschine erfolgt.
Der Vorteil dieses Systems als Ersatz für die „historische“ Bauweise liegt in der ganzjährigen Verfügbarkeit, schnellem Einbau, kostengünstiger Produktion und dem deutlich höherem Anwuchs- & Etablierungserfolg.
Im Standard erfolgt die Anzucht im Durchmesser 20 oder 30 cm mit 8 bzw. 10 Pflanzen/m. Der Einbau erfolgt ansonsten wie bei den unbepflanzen KokosVegetationsfaschinen.
Weitere Details sind in unserem Katalog beschrieben.

 
     
RöWa 300/3 m lang   RöWa 200/2,20 m lang

Transport und Lagerung
Der Versand von Armaflor®-Vegetationsfaschinen (Typ VF, HF, BF) sowie Armaflor®-Röhrichtwalzen ( Typ RöWa ) erfolgt per LKW, ohne Abladen.
Armaflor®-KokosVegetationsfaschinen (Typen VF/VFQ, BF sowie RöWa ) werden in Standardlängen von 2,20 m bzw. 3 m geliefert, Armaflor®-TotholzVegetationsfaschinen (Typ HFT) sowie Armaflor®-LebendholzVegetationsfaschinen (Typ HFL) werden in Standardlängen von ca. 4 m geliefert.
Andere Längen für alle Varianten auf Anfrage. Eine Zwischenlagerung der Varianten Typ VF, BF und HFT ist unproblematisch und kann auf freiem Gelände erfolgen.
Bei der Ausführung Typ HFL und RöWa sind die Vegetationsfaschinen bei einer eventuellen Zwischenlagerung je nach Witterung und Saison feucht zu halten (Details auf Anfrage).

Einbau
Alle Armaflor®-Vegetationsfaschinen (Typen VF/VFQ, HFT, HFL) werden vom Bauprinzip her gleich eingebaut. Die Vegetationsfaschinen müssen über ihre ganze Länge auf dem Boden fest aufliegen. Die Befestigung der Vegetationsfaschinen erfolgt mit nicht imprägniertem Holzpfählen (eine Seite angespitzt) mit einer Länge von 1 Meter und einem Durchmesser von ca. 6-8 cm. Diese werden in einem Abstand von ca. 80 cm gesetzt. Bei besonderen Boden/ Einbaubedingungen sind Sondervarianten, z.B. Eichenpfähle, Sonderlängen oder Stahlhaften zu verwenden.
Bei der Variante der Totholzfaschine (Typ HFT) werden bei Durchmessern = 20cm Holzpfähle mit einer Länge von 60 cm und einem Durchmesser von ca. 5-6 cm verwendet. Diese werden im Abstand von ca. 60 cm gesetzt.
Bei der Variante der LebendholzVegetationsfaschinen (Typ HFL) werden die o.g. Holzpfähle, wie bei Typ VF und HFT, verwendet. Pfähle mit einer Länge von 60 cm werden nur für Vegetationsfaschinendurchmesser = 20 cm verwendet. Auf Wunsch können die Holzpfähle auch als Weidenstecklinge einem Durchmesser von ca. 3-4 cm bei einer Länge von ca. 1 m geliefert werden.^

 
     
 
   
 
   
index  
   
   
   
   

 

 

Wir empfehlen diese Qualität NICHT zu verwenden, da die Stopfdichte und der Faserinhalt viel zu dünn ist:
     
 
     

 

Kontakt:
BGS Ingenieurbiologie und -ökologie GmbH ~ Dorfstraße 120 ~ 25499 Tangstedt ~ Tel.: +49 - (0)4101-48 00 88 ~ Fax: +49 - (0)4101-48 00 91
www.bestmann-green-systems.de ~ bgs@bestmann-green-systems.de

Impressum:
BGS Ingenieurbiologie und -ökologie GmbH ~ Dorfstraße 120 ~ 25499 Tangstedt ~ Tel.: +49 - (0)4101-48 00 88 ~ Fax: +49 - (0)4101-48 00 91
www.bestmann-green-systems.de ~ bgs@bestmann-green-systems.de

Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Sven Wiese
Registergericht: Amtsgericht Pinneberg
Registernummer: HRB 5208
Umsatzindentifikationssteuer gemäß § 27a Umsatzsteuergesetz: DE 211114946
Steuernummer: 18/298/17609

Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links.
Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.